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Rundballensilage

Tipps zur Erzeugung hochwertiger Ballensilagen.

Ballenpresse

Ballensilagen haben einige Vorteile gegenüber den anderen Siloformen. Geringere bauliche Investitionen und gute Mechanisierbarkeit kennzeichnen das Verfahren.

Moderne Kombimaschinen erledigen das Pressen und Wickeln der Ballen in einem Arbeitsgang. Die erzielbaren Qualitäten sind befriedigend und können leicht nach Schnitt und Grasqualitäten sortiert werden. Kühe lassen sich gezielt nach Leistung füttern. Da die Ballen leicht zu transportieren sind, lassen sie sich auch gut vermarkten. Pferdehalter schätzen Ballensilagen als nährstoffreiche Alternative zum Heu. 

Siloballen sind allerdings durch Fehlgärung und Nachgärungen in ihrer Qualität gefährdet. Die Schnittlänge des Grases ist meist deutlich länger als bei der Anlage von Feldmieten oder Fahrsilos. Im Ballen verbleibt meist Luft und gefährdet die aerobe Stabilität.

Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die sich in der Praxis bewährt haben.


Technik

Schlepper-Ballenpresse

Die Pressen müssen optimal eingestellt sein, um möglichst dicht gepresste Ballen mit nur wenig Lufteinschluss herzustellen. Spätestens zwei Stunden nach dem Pressen sollten die Ballen gewickelt werden. Das Wickeln sollte - wenn möglich - auf dem Hof erfolgen. So werden die Ballen nicht durch Transport beschädigt. In der Praxis ist das häufig nicht möglich, denn aus arbeitswirtschaftlichen Gründen kommen zunehmend Press-Wickel-Kombinationen zum Einsatz.


Die Wickelfolie

Wickelfolie

Der Siloballen muß so gewickelt werden, dass das Gras luftdicht verpackt wird. Nur so kann im Inneren des Ballens die Milchsäuregärung in Gang kommen und sich eine schützende CO2-Atmosphäre bilden. Der Luftsauerstoff wird rasch veratmet, Schimmelpilzen die Lebensgrundlage entzogen. 

Weiße oder helle Folien sind dunklen vorzuziehen, denn sie erwärmen sich unter Sonnenlichteinstrahlung weniger stark. Die Erwärmung der Folien macht sie durchlässiger für Gase und die Schutzatmosphäre im Rundballen gast teilweise aus. Nährstoffverluste sind die Folge. Folienbreiten von 750 mm sind optimal und den 500 mm-Folien vorzuziehen. Bei einer 50%-igen Überlappung der Folien reichen 6 Wickellagen i.d.R aus, es sei denn die Ballen werden mechanisch durch längere Transporte besonders beansprucht. Dann sind 8 Lagen zu empfehlen.


Transport

Ballen Transport

Bei Handling und Transport fertig gewickelter Ballen ist auf schonenden Umgang zu achten. Verletzte Folien sind unverzüglich auszubessern. Greifzangen mit großer Kontaktfläche verteilen den Druck gleichmäßig und verhindern die Beschädigung der Ballen.


Lagerung der Rundballen

Ballen Lagerung

Die Silorundballen sind sorgfältig zu lagern. Der Untergrund sollte sauber, trocken und fest sein und mit einer Schicht von 5-10 cm Sand oder Kies bestreut werden. Die Rundballen sollten auf der flachen Stirnseite abgelegt werden um Verformungen während der Lagerdauer zu verhindern. Die Ballen können gestapelt werden, sofern der TM-Gehalt über 35% liegt. Die Ballen sollten nicht zu dicht an der Wand lagern, um Nagern das Einnisten zwischen den Ballen zu erschweren. Eventuell ist ein Vogelschutznetz ratsam.


Regelmäßige Kontrolle

Zerrissene Folie eines Ballens

Regelmäßige Kontrollen der Rundballen sind Pflicht, um Beschädigungen z.B. durch Nager zu erkennen und Risse und Löcher rechtzeitig abzudichten. Bleiben Beschädigungen unentdeckt, entweicht das Schutzgas, und Luft zieht ein, so dass Schimmel in Kürze den ganzen Ballen verderben kann. So weit, wie auf dem Bild gezeigt, muß es nicht kommen!


Der Einsatz von Siliermitteln

Dosiertechnik

Siliermittel sichern die Qualität der Rundballen ab indem sie Fehl- bzw. Nachgärungen unterbinden. Feuchtes Gras sollte mit KOFASIL Liquid behandelt werden. Clostridien werden abgetötet und Buttersäuregärungen werden sicher unterbunden. Die Aufwandmengen richten sich nach der Grasqualität und Feuchtegehalt des Gras. 


Bei relativ trocken einsiliertem Gras mit hohem TM-Gehalt hingegen ist das Risiko der Nachgärung groß und der Ballen schimmelt. Mit der Zugabe von 2 ltr. KOFA Grain -pH 5- pro Ballen kann sicher vorgebeugt werden. Der Wirkstoff Natriumbenzoat hemmt Schimmelpilze effektiv und sorgt für eine TOP- Futterhygiene. So lassen sich Ballen mit exzellenter Qualität auch mit feuchtem Heu herstellen. Pferdeliebhaber schätzten die Staubfreiheit dieser Qualitäten.


Neu ist der Einsatz unseres Spezial-Siliermittels KOFASIL BALE.

KOFASIL BALE ist einzigartig, weil es uns gelungen ist, erstmals zwei Wirkungsbereiche mit einem Produkt abzudecken. KOFASIL BALE wirkt sicher sowohl gegen Listerien, Coli und Clostridiens (Fehlgärungen, Buttersäure) als auch gegen Hefen und Schimmelpilze (Nacherwärmung). Jetzt können sowohl die Risikofaktoren Feuchte als auch Trockenheit mit einem Produkt sicher minimiert werden. Mit einer Dosis von ca. zwei Litern wird jeder Ballen rundum geschützt. Das Ergebnis ist perfekte, hygienisch einwandfreie Silage, die nicht nur von Rindern, sondern auch von Pferden sehr gerne gefressen wird.

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