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Herbstgras

Warum siliert Herbstgras schlechter als Frühjahrsaufwüchse?

Silage

Herbstgras ist i.d.R. schlechter vergärbar, denn die Witterungsbedingungen sind weniger günstig als im Frühjahr.

> die Witterung ist feuchter
> die Tauphasen sind länger
> die Tageslänge ist kürzer
> das Gras hat einen höheren Proteingehalt
> das Gras ist häufig verschmutzt

Das Gras ist also im Herbst meist relativ feucht und hat nach dem Schnitt kaum Gelegenheit anzuwelken.

Wird Gras ohne Silierzusatz einsiliert, ist die Gefahr der Buttersäuregärung stark erhöht - leicht kommt es zum Verderb (siehe Bild) - kein Futter für Hochleistungskühe!


Warum sollte KOFASIL LIQUID bzw. KOFASIL PLUS GRANULAT eingesetzt werden?

Häckselkette

Bei TS-Gehalten um 20% ist die Fehlgärungsgefahr durch Buttersäurebakterien (Clostridien) sehr hoch. Dem schwer vergärbaren Gras sollte zur Sicherung des Gärverlaufs unbedingt KOFASIL LIQUID bzw. KOFASIL PLUS GRANULAT zugesetzt werden. Weil das Anwelken kaum möglich ist, sollte nach dem Schnitt zügig einsiliert werden; die Verluste durch Liegenlassen können enorm sein. Die Praxis zeigt eindeutig: eine gute "Nasssilage" ist hochwertiger als eine schlechte Anwelksilage und wird von den Kühen sehr gut gefressen. 

KOFASIL LIQUID und KOFASIL PLUS GRANULAT mit dem DLG-Gütezeichen 1a steuern den Gärverlauf und verhindern zuverlässig Fehlgärungen. Die Energiegehalte in Silagen sind unter Einsatz von KOFASIL deutlich höher als die einer Silage ohne Siliermittelzusatz.

Wir empfehlen eine Aufwandmenge von 3 Litern KOFASIL LIQUID pro Tonne Grünmasse, in der Praxis sollte die Dosiertechnik unter den oben beschriebenen Bedingungen auf 3,5 - 4,0 Liter eingestellt werden, um die empfohlene Menge sicher einzuhalten.

Versuche von Haus Riswick aus den Jahre 1999 und 2000 bestätigen den Effekt, der sich aus der Verwendung von KOFASIL LIQUID ergibt. Während unbehandelte Kontrollen im Durchschnitt Erträge von 5,3 (1999) bzw. 5,5 MJ NEL / kg TM erbrachten, war der Energiegehalt in den mit KOFASIL LIQUID-behandelten Silagen deutlich höher: sie betrugen 5,8 (1999) bzw. 6,1 (2000) MJ NEL / kg TM, außerdem waren die Buttersäuregehalte wesentlich geringer.

Haus Riswick kommt folglich zu dem Schluß "Bei der Silierung empfiehlt sich der Einsatz DLG-anerkannter chemischer Siliermittel der Wirkungsrichtung 1a". (Quelle: "Herbstgras - weiden oder silieren?, Dr.H.Spiekers, LWK Bonn, 2001)

Besondere Beachtung ist einer verschmutzungsarmen Ernte beizumessen, denn übermäßige Sand- und Erdanteile senken die Futterqualität und erhöhen das Fehlgärungsrisiko.