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Grundlagen

Schlepper mit Seiten Maehwerk

KOFASIL PLUS / KOFASIL LIQUID

Grassilagen zuverlässig in Top-Qualität zu erzeugen, ist eine entscheidende Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit in der Milch- und Tierproduktion. Trotz großer Fortschritte der Siliertechnik sind die Silagequalitäten vielfach unbefriedigend.

Immer noch unterliegt etwa ein Drittel aller Grassilagen Fehlgärungen. Diese Fehlgärungen vermindern den Futterwert der Silage, die Futteraufnahme durch die Tiere und damit die Grundfutterleistung. Solche Silagen haben in der Regel hohe Anteile an Clostridien-Sporen (Buttersäurebildner), die für die Silagequalität besonders nachteilig sind.

Das Vorwelken des Grünfutters vermindert das Fehlgärungsrisiko und den Anfall von umweltgefährdendem Sickersaft. Deshalb sollte darauf nicht verzichtet werden, wo immer es anwendbar ist. Das allein genügt aber nicht, wie die Praxis beweist. Nicht bei jedem Wetter welkt das Gras schnell genug. Eine Ausdehnung der Welkzeit auf mehr als 1 - 2 Tage richtet oft größeren Schaden an als es nützt.


Feldverluste bei unterschiedlichen Wetterbedingungen (Gras)

Verfahren  

Ernte-
bedin-
gungen

Einfahren
nach ..
Nächten

Mähen

Wenden/
Schwaden

Atmung

Laden

Summe

Naßsilage  

gut
schlecht

-
-

1,5
1,5

-
-

-
-

1,5
3,5

3,0
5,0

Naßsilage  

gut
mittel
schlecht

0
2
5

1,5
1,5
1,5

2,0
2,5
3,5

1,0
5,0
11,0

1,5
2,0
2,5

6,0
11,0
18,5

  

Schlepper mit Maehwerk

Der Futterwert des Siliergutes leidet, der Zuckergehalt sinkt und der mikrobielle Status des Siliergutes verschlechtert sich. Außerdem führen Gülledüngungen und selbst geringe Verschmutzungen des Futters bei der Ernte nicht selten zu hohen Clostridien-Sporenzahlen schon im Siliergut. Auch bei ausreichend starkem Vorwelken entstehen Silagen, mit denen sich keine Qualitätsmilch erzeugen läßt.

Um der Praxis bei der Lösung dieser Probleme zu helfen, entstand das Konzept, kurzzeitiges Vorwelken mit der Anwendung eines speziell dafür entwickelten Siliermittels zu kombinieren. So ist die Strategie entstanden, den Einsatz von Siliermitteln nicht auf Problemsituationen zu beschränken, sondern ihn als festen Bestandteil des Konservierungsverfahrens einzuplanen.

Oberstes Ziel dieser Verfahrensstrategie ist höchste Sicherheit für die Silagequalität. An ein geeignetes Siliermittel, also an einen "Sicherungszusatz" im wahrsten Sinn des Wortes, müssen folgende Anforderungen gestellt werden:

  • Die Wirkungsweise des Zusatzes muß mit der des Vorwelkens einhergehen. Beide Maßnahmen müssen synergetisch wirken und einander ergänzen.
  • Der Zusatz muß nicht nur Fehlgärungen und die Vermehrung der Clostridien im Silo unterbinden, sondern gleichzeitig auch die schon im Siliergut vorhandenen Clostridien-Sporen unschädlich machen.
  • Absolut gleichmäßige Verteilung des Zusatzes ist dabei Voraussetzung für einen sicheren Effekt.
     

Dieses Ziel ist mit einer Wirkstoffkombination erreichbar, wie sie bereits im Trockenpräparat KOFASIL PLUS GRANULAT seit langem erfolgreich genutzt wird. Aufbauend auf diesen Erfahrungen haben langjährige Forschungsarbeiten zur Entwicklung eines optimierten Flüssigpräparates geführt. Es trägt die Bezeichnung KOFASIL LIQUID.

Das streufähige KOFASIL PLUS GRANULAT und das flüssige KOFASIL LIQUID sind Wirkstoffkombinationen, die Natriumnitrit und Hexamethylentetramin enthalten. Sowohl das Trockenpräparat KOFASIL PLUS GRANULAT als auch das flüssige KOFASIL LIQUID sind im Unterschied zu Ameisensäure und anderen Zusatzmitteln auf Säurebasis weder korrosiv noch hautätzend und deshalb sehr bequem zu handhaben. Die Applikation erfolgt mit handelsüblichen Dosiergeräten für Pulver- bzw. Flüssigpräparate (wir empfehlen die Dosiergeräte Silaspray; Prospekte schicken wir gerne zu).

KOFASIL PLUS Granulat und KOFASIL LIQUID werden eingesetzt bei der Silierung von:

  • Wiesen- und Mähweidegras
  • Ackergräsern aus dem Feldfutterbau
  • Kleegras- und Luzernegrasgemischen
  • Grünroggen und Grünhafer
  • Futterleguminosen
     

Die Wirkungsstärke von KOFASIL PLUS GRANULAT und KOFASIL LIQUID kann einer Steigerung des TS-Gehaltes von 14 % gleichkommen. Ein Grünfutter, dessen fehlgärungsfreie Silierung einen TS-Gehalt von mindestens 32 % erfordert, kann jetzt mit einem TS-Gehalt von 18 % ohne Risiko siliert werden.

Leicht- und mittelschwer silierbares Grünfutter, wie z.B. Grasbestände mit hohem Anteil an Weidelgräsern, können durch Zusatz von KOFASIL PLUS GRANULAT oder KOFASIL LIQUID auch ohne Vorwelken direkt siliert werden. Bei schwer vergärbarem Grünfutter genügt ein schwaches Anwelken.

Ein kurzzeitiges Anwelken ist auch aus anderen Gründen vorteilhaft. Der TS-Gehalt von gewelktem Siliergut unterliegt stets mehr oder weniger großen Schwankungen. Je stärker gewelkt wird, umso größer sind diese. Die Fehlgärungen gehen immer von den feuchtesten Anteilen des Futters aus. Dabei spielt es keine Rolle, daß der TS-Gehalt im gesamten Silo hoch ist. Durch die Kombination des Welkens mit der Anwendung von KOFASIL LIQUID kann dieser Mangel zuverlässig behoben werden. Die Anwendung dieses Siliermittels ist deshalb auch bei Siliergut von mittlerem Anwelkgrad sinnvoll.

Die Technik der Grassilagebereitung kann nach dieser Verfahrensstrategie weitgehend witterungsunabhängig und dadurch viel einfacher als früher gestaltet werden.

Die Grundsätze sind:

  • Termingerechtes Mähen zum optimalen Schnittzeitpunkt, weitestgehend unabhängig von der Witterung
  • Nutzung aller technischen Möglichkeiten für rasches Anwelken, aber Begrenzung der Welkzeit auf 1 bis 2 Tage
  • Silieren des Futters nach dieser Zeit unabhängig vom erreichten TS-Gehalt, aber mit Zusatz von KOFASIL PLUS oder KOFASIL LIQUID
     

KOFASIL PLUS GRANULAT und KOFASIL LIQUID wurden in sehr umfangreichen Labor-, Pilot- und Praxisversuchen getestet. Sie gehören heute zu den am sorgfältigsten geprüften Siliermittel.


Dosis

Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern machen wir die Dosis nicht am Trockensubstanzgehalt des Erntegutes, sondern an seiner Qualität fest, da sie entscheidend für den Siliererfolg einer Silage ist. Besonders hochwertiges Erntegut (Weidelgras, 1. Schnitt; sauber zum optimalen Schnittzeitpunkt geerntet) benötigt relativ wenig Siliermittel. Zwei kg KOFASIL PLUS GRANULAT bzw. zwei Liter KOFASIL LIQUID sind hier absolut ausreichend, da man hier mit einer wenig ausgeprägten Keimkonkurrenz zu rechnen hat. Bei nur durchschnittlichen Qualitäten muß die Dosis auf ca. 2,5 kg KOFASIL PLUS GRANULAT bzw. 2,5 Liter KOFASIL LIQUID erhöht werden. Eher als mäßig bis schlecht zu beurteilende Bestände hingegen benötigen für einen sicheren Siliererfolg die volle Aufwandmenge von 3 kg KOFASIL PLUS GRANULAT bzw. 3 Litern KOFASIL LIQUID.


KOFASIL PLUS GRANULAT und KOFASIL LIQUID auf einen Blick:

  • DLG-geprüfte, wirkungssichere Siliermittel zur Steuerung des natürlichen Gärverlaufes
  • Qualitätssilagen, selbst wenn man nicht ausreichend vorwelken kann
  • Korrigieren, wo die Natur keine ausreichende Sicherheit für eine optimale Silagequalität bietet
  • Termingerechter Schnitt zum optimalen Zeitpunkt - unabhängig von der Witterung
  • Planmäßiger Einsatz und hohe Auslastung der Erntemaschinen
  • Maximal 1-2 Tage Welkzeit und unabhängig vom erreichten Trockensubstanzgehalt silieren
  • Vermeidung von Fehlgärungen
  • Stets gleichmäßig hohe Siliagequalität
  • Nicht aggressiv, nicht korrosiv; kein Gefahrgut
  • Im versiegelten Originalbehälter ist KOFASIL LIQUID unbegrenzt haltbar
  • KOFASIL PLUS ist ein staubfreies Granulat, das problemlos mit jedem Gandy-Dosiergerät appliziert werden kann.


Maissilage

Maiskolben

Aufgrund seines hohen Ertragspotentials und seiner guten Gärfähigkeit ist Silomais die dominierende Futterpflanze in Deutschland. Gegenüber Grassilage ist die Grundfutter- energie günstiger zu haben und es lassen sich Futterkosten sparen. Zum richtigen Zeitpunkt geernteter Silomais enthält viel gut verdauliche Maisstärke und ist somit ein echtes Leistungsfutter in der Milch- und Rindfleischproduktion.

Silomais hat zwar eine sehr gute natürliche Siliereignung, aber gerade gut vergorene Silagen aus Silomais, CCM bzw. LKS neigen zur Nacherwärmung und Schimmelbildung an der Anschnittfläche. Die dadurch entstehenden Verluste reduzieren die Kostenvorteile gegenüber Grassilage, sind aber trotz natürlicher Ursachen vermeidbar.

Siliertechnische Maßnahmen, die gerade bei der Maissilage Qualitätssicherung bedeuten, können auch das Problem "Nachgärung" wirksam einschränken. Vorraussetzung hierfür ist die Kenntnis der Problemursachen und die genaue Analyse der eigenen Verfahrensweise bei der Maissilierung.

Folgende Probleme treten im Zusammenhang mit der Nachgärung auf:

  • Erwärmung und Schimmel am Siloanschnitt / viel Abraum
    hohe Verluste an Futterenergie
  • sinkende Futteraufnahme / hohe Futterreste
  • sinkende Grundfutterleistung
  • Stoffwechselstörungen bei den Tieren durch Mykotoxine


MAIS KOFASIL GRANULAT / MAIS KOFASIL LIQUID

verschimmelte Maissilage

MAIS KOFASIL GRANULAT bzw MAIS KOFASIL LIQUID sind Siliermittel, die den hohen Ausgangsbesatz an Hefen und Schimmelpilzen als Verursacher der Nachgärung wirkungsvoll reduzieren. Im Unterschied zu häufig verwendeten Säuren sind die Wirkstoffe des MAIS KOFASIL nicht korrosiv und unproblematisch in der Handhabung. Sie greifen die Ernte- und Transporttechnik nicht an. Die Wirkstoffe unterdrücken gezielt das Hefe-, Bakterien- und Schimmelpilzwachstum und verhindern verlustintensive Nachgärprozesse im Silo. MAIS KOFASIL beseitigt die Gefahr der Mykotoxinbildung durch Schimmelpilze. Der erwünschte Prozess der Milchsäurebildung wird davon nicht beeinflußt. 


Anwendung und Dosierung

Die Applikation erfolgt mit handelsüblichen Dosiergeräten für Pulver- und Flüssigpräparate (wir empfehlen die Dosiergeräte SILASPRAY www.silaspray.de).

Die höchste Wirkungssicherheit läßt sich nur bei einer Ganzbehandlung des Maissilos erreichen (Aufwandmenge 2-3kg/t bzw. 3,5-4,5ltr./t) Wenn die Problemzonen (Hefe- und Schimmelbelastung) im Maissilo besonders in den Randschichten liegen, kann in diesem speziellen Fall auch eine Oberflächenbehandlung mit MAIS KOFASIL GRANULAT bzw. MAIS KOFASIL LIQUID erfolgreich sein. Dabei sollte aber wenigstens das oberste Drittel des Silagestapels gemäß den Anwendungsempfehlungen behandelt werden. 


Grundsätze der Siliertechnik

Vorraussetzung für das Gelingen einer Qualitässilage ist die Beachtung einiger siliertechnischer Grundsätze, die im folgenden kurz beschrieben werden. Die standortangepaßte Sortenwahl bildet die Grundlage. Ziel ist möglichst trockensubstanzreiches Ausgangsmaterial mit einem TS-Gehalt von 28-32% bei der Ganzpflanze. Der Futterwert sitzt im Kolben, daher sollte die Technik so eingestellt werden, daß möglichst alle Kolben geborgen, alle Körner angeschlagen und der Anteil verschmutzter bzw. vergilbter Pflanzenteile möglichst gering ist.

Eine Vergrößerung der Schnitthöhe auf 30 cm verringert den Keimbesatz in der Silage und wirkt sich positiv auf die Energiedichte im Silo aus. Kurzes Häckseln des Siliergutes (4-6 mm) mit Kornaufbereitung begünstigt die Siliergutverdichtung und beschleunigt das Anlaufen der Milchsäuregärung. Die Silobefüllung sollte zügig vonstatten gehen, wobei auf ausreichendes Verdichten des Siliergutes geachtet werden muß. Das Ansilieren (Nachfüllen) des Silos gefährdet die Stabilität. Innerhalb der Hauptgärphase (ca.14 Tage) darf das Silo nicht geöffnet werden. Die Abdeckung des Silos hat ganzflächig zu erfolgen, denn nur so ist ein sicherer Luftabschluß zu gewährleisten. Ein ausreichendes Beschweren der Silofolie mit Erdreich verhindert ein Aufpumpen im Wind.

Wie bei jedem biologischen Prozeß können jedoch nie alle Silierparameter gleichzeitig erfüllt werden. Es bleibt ein Restrisiko, daß beim Silomais besonders in der hohen Belastung mit Hefen und Schimmelpilzen besteht.

MAIS KOFASIL GRANULAT und MAIS KOFASIL LIQUID minimieren dieses Restrisiko und bedeuten mehr Sicherheit für das gewünschte Endergebnis Qualitätssilage:

  • DLG-geprüfte, wirkungssichere Siliermittel mit Verbesserung der aeroben Stabiltät
  • Wirkstoffe sind unproblematisch und bequem in der Handhabung
  • sie unterdrücken gezielt das Hefe-, Bakterien und Schimmelwachstum und verhindern damit verlustintensive Nachgärungsprozesse im Silo
  • sie beseitigen damit die Gefahr der Mykotoxinbildung durch Schimmelpilze


Was bedeutet das für die Praxis:

  • stabile Maissilagen auch bei der Sommerfütterung
  • deutlich weniger Entnahmeverluste
  • mehr hochwertige Maissilage bis in den Stall
  • keine verschimmelte Silage
  • höhere Futteraufnahme
  • keine Gefährdung der Tiere
  • weniger natürliches Risiko bei der Silagebereitung


KOFASIL LIFE

KOFASIL LIFE Kanister

Welche Bakterien silieren schneller: getrocknete, gefrorene oder frische?

Diese Frage läßt sich anhand neuester wissenschaftlicher Versuche eindeutig beantworten. Es sind die frischen Milchsäurebakterien. Beim Silieren geht es darum, möglichst schnell die erwünschte Milchsäuregärung herbeizuführen und Fehlgärungen in Form von z.B. Buttersäuregärungen zu vermeiden. Nur so kann der in der Grünmasse vorhandene Futterwert nahezu verlustfrei erhalten bleiben. Durch den Zusatz von Frischpräparaten, d.h. bereits aktiven Milchsäurebakterien, wird der pH-Wert der Silage schnellstmöglich auf ein möglichst tiefes Niveau gesenkt. Genau das kann KOFASIL LIFE. Herkömmliche Präparate brauchen eine gewisse Zeit, bis die gekühlten oder getrockneten Milchsäurebakterien wieder ihre volle Vitalität erreichen. Zeit, in der wertvolle Futterenergie verloren geht.

 

Die Frischevorteile von KOFASIL LIFE

KOFASIL LIFE ist als Frischkultur im 5 Liter-Kanister oder als 26 Liter-Kanister per Frischdienst erhältlich und für den sofortigen Einsatz bestimmt. Die Frische-Vorteile sprechen für sich:

  • KOFASIL LIFE ist sofort einsetzbar
  • KOFASIL LIFE senkt den pH-Wert blitzschnell
  • KOFASIL LIFE hemmt die Entwicklung von Gärschädlingen
  • KOFASIL LIFE sorgt für energiereiche Silage
  • KOFASIL LIFE verbessert die Lagerstabilität
  • KOFASIL LIFE hat einen Preis, der bisher nicht für möglich gehalten wurde
  • KOFASIL LIFE wird per Frischdienst innerhalb von 48 h auf jeden Hof geliefert
  • KOFASIL LIFE besitzt die DLG-Gütezeichen 1b, 1c und 4b


Zusammensetzung
KOFASIL LIFE enthält die nachfolgend aufgeführten Bakterienstämme:

  • L. plantarum (DSM 3676 und 3677)
  • P.bacterium (DSM 9576 und 9477)


Reichweite
Der 5-Liter Kanister ist ausreichend für 75 t Frischmasse (Gras, Leguminosen, etc.), der 26-Liter Kanister reicht für 390 t Frischmasse. 

Anwendung und Dosierung
KOFASIL LIFE wird in unserem Werk einsatzfertig produziert. Der Landwirt muß lediglich die in den Anwenderhinweisen beschriebene Verdünnung mit Wasser zur einsatzfertigen Lösung vornehmen. Damit sind wir der erste Hersteller von Siliermitteln, der frisch vermehrte, lebende Kulturen ohne Umwege und Zwischenlagerung direkt auf den landwirtschaftlichen Betrieb liefert.

KOFASIL LIFE kann auch als Anzuchtpräparat im 5 Liter ? Kanister geliefert werden. Der Anwender kann auf einfache Weise innerhalb von 48 Stunden eine gebrauchsfertige Lösung anziehen. Nachfüllbeutel sind ebenfalls erhältlich.

KOFASIL LIFE kann nur mit geeigneten Flüssigdosiergeräten in der von uns empfohlenen Aufwandmenge dem Erntegut zudosiert werden. Vor dem Einsatz sind die Dosiergeräte zur Einhaltung der vorgeschriebenen Ausbringungsmengen unbedingt auszulitern. Bei einem Häckslerdurchsatz von 10 t pro Stunde muß ein Gerät mindestens 20 Liter KOFASIL LIFE dosieren können.


KOFASIL LIFE M

Das neue biologische Siliermittel zur Verhinderung von Nachgärungen und Schimmelbildung in allen Maissilagen.

Biologische Siliermittel haben sich in den letzten Jahren zur Verbesserung der Gärqualität beim Einsatz in Grassilagen durchgesetzt. Daß die Landwirte mit diesem Verfahren beim Einsatz in Maissilagen bisher eher zögerlich waren, hat zwei wesentliche Gründe:

  1. säuert eine Maissilage von sich aus sehr schnell; auch ohne den Zusatz von Milchsäurebakterien
  2. kam es immer wieder zu Verschimmelungen und Nacherwärmungen (vor allem in den Sommermonaten), gegen die die bis dato verwendeten homofermentativen Milchsäurebakterien nur sehr wenig ausrichten konnten. 

 

Seit einiger Zeit bieten nun einige Hersteller biologische Siliermittel an, die neben den "normalen" homofermentativen Milchsäurebakterien nun auch heterofermentative Stämme enthalten. Die heterofermentativen Bakterien produzieren aus dem Pflanzenzucker neben Milchsäure auch CO2, Essigsäure und Alkohol. D.h. diese Produkte bieten neben der erhöhten Milchsäureproduktion auch die Bildung von Essigsäure, die die Stabilität der Silagen wesentlich verbessert. Die am Markt befindlichen Präparate (z.B. L. Buchneri) besitzen aber keine natürliche "Bremse". Sie produzieren solange Essigsäure, wie sie Milchsäure und anderes Substrat vorfinden. Das kann zu für die Futteraufnahme sehr nachhaltigen überhöhten Essigsäure-Gehalten in der Ration führen.

Die Silagequalität wird zwar verbessert, die Schmackhaftigkeit und das Futteraufnahmeverhalten der Tiere aber gleichzeitig verschlechtert.

Der im KOFASIL LIFE "M" verwendete Milchsäurebakterienstamm ist eine aus mehr als 200 verschiedenen heterofermentativen Stämmen speziell für die Silagebereitung selektierte Impfkultur. Im Unterschied zu anderen am Markt befindlichen Produkten besitzt der patentierte Stamm (DSM 13573) eine sehr hohe Säuretoleranz - d.h. er kann sich auch gegen sehr schnell säuernde Milchsäurebakterien durchsetzen. Allerdings ist die Essigsäurebildung dieses Stammes gedämpft - d.h. es wird nur eine geringfügige, für die Stabilität der Silage notwendige Essigsäuremenge gebildet - ohne Gefahr zu laufen, daß zu hohe Essigsäurewerte die Futterakzeptanz verschlechtern. Der Stamm besitzt eine gute Osmotoleranz und ist damit auch in Silagen mit relativ hohen TM-Gehalten einsetzbar.

KOFASIL LIFE "M" wird in 5 ltr.-Kanistern angeboten, die zur Behandlung von 100 Tonnen Maissilage ausreichen. KOFASIL LIFE "M" spätestens 48 Stunden vor Beginn der Silierung ansetzen. Dazu wird der Kanister mit ca. 5 Liter handwarmem Leitungswasser (20-22°C) bis 1 cm unterhalb der Verschlußkappe aufgefüllt und solange geschüttelt, bis sich die Nährbodenbestandteile aufgelöst haben. Die Lösung färbt sich violett. Kanister nur lose verschließen (Druckausgleich muß möglich sein; Bakterien bilden etwas CO2) und bei Wohnraumtemperatur (19-21 °C) aufstellen. Kanisterinhalt während der Standzeit mehrmals gründlich durchschütteln!

Bei Einhaltung des o.a. Temperaturbereiches nimmt die Lösung nach 15 - 20 Stunden eine deutlich gelbe Färbung an und signalisiert den Beginn der Konzentrationsphase. Die Mindestimpfdichte von ca. 100.000 Milchsäurebakterien / g Silage wird nach einer Gesamtanzuchtzeit von ca. 48 Stunden erreicht.

Verdünnung des Konzentrates: Kurz vor Silierbeginn das angezogene Konzentrat (5 Liter) mit 195 Liter Wasser zur gebrauchsfertigen Lösung verdünnen.

Dosis: Wir empfehlen, mind. 1,5 bis 2 Liter der gebrauchsfertigen Lösung pro Tonne Silage zu dosieren. Dazu ist die Verwendung von geeigneten Dosiergeräten unerlässlich.

Die verdünnte, gebrauchsfertige Lösung ist innerhalb von 24 Stunden zu verbrauchen.

Mit KOFASIL LIFE "M" lassen sich 80 % aller Maissilagen sicher gegen Schimmel und Nacherwärmung schützen. Sehen Sie dazu die vorliegenden Versuchsergebnisse der LAL Brandenburg und der LWK Rheinland.