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Luftzutritt vermindert die Qualität

Maissilagen, die der Luft ausgesetzt sind, erleiden Qualitätsminderungen. Das gilt sowohl für die Zeit während der Lagerung der Silage bei ungenügendem Luftabschluss im Silo als auch für die Periode der Verwertung der Silage. Verursacher dieser Qualitätsminderungen sind zunächst vor allem Hefen, die sich in Gegenwart von Luftsauerstoff rasch vermehren.

Sie bauen Milchsäure, Zucker und andere Nährstoffe zu Kohlendioxyd und Wasser ab, setzen Energie frei und bewirken dadurch die so genannte Nacherwärmung. 

Als Beispiel sind in der nebenstehenden Abbildung die Ergebnisse einer Praxiserhebung dargestellt, bei der sich die überwiegende Anzahl der Maissilagen als wenig haltbar unter Lufteinfluss erwies. 

Der infolge des Luftzutritts durch Hefen verursachte aerobe Nährstoffabbau, der sich in der nicht unmittelbar wahrnehmbaren „Nacherwärmung” der Silage äußert, hat drei Effekte:

  • weniger Trockensubstanz
  • Abnahme der hygienischen Qualität
  • weniger Methanbildungspotential

 

Der Effekt der Nacherwärmung von Silagen kann dramatisch sein. Wenn nichts für die Stabilisierung des Substrates getan wird, sinkt das Gasbildungspotential sehr deutlich.

Die Gärtests bestätigen eindrucksvoll, dass die Nacherwärmung zu einer erheblich verminderten Gasausbeute führt.