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Der Effekt von FISHFORM PLUS

Effekte des flüssigen Kaliumdiformiates (FISHFORM) als Konservierungsmittel bei der Lagerung von Sardinen unter tropischen Bedingungen

Fast ein Drittel der weltweit gefangenen Fische werden nicht für den direkten menschlichen Verzehr verwendet, sondern werden zu Fischmehl oder Fischöl für die weitere Anwendung in der Tierernährung umgewandelt. Weitere 25 Millionen Tonnen werden weiter verarbeitet und nicht frisch, sondern tiefgefroren, geräuchert oder in Dosen verpackt (Balios, 2003).


FISHFORM PLUS News

Figure 1
Figure 2
Figure 3a
Figure 3b
Figure 4

FISHFORM PLUS – ein Produkt zur Verlängerung des Frischegehaltes von in der Schleppnetzfischerei gefangenem Beifang zur Fischmehlproduktion, wurde von ADDCON Experten an Bord eines Trawlers während einer 10tägigen Fangperiode im Juli 2009 im Golf von Thailand getestet (Abb. 1). Gefangen wurden hauptsächlich pelagische und am Boden lebende Arten, wie Anchovis, (Stolephorus sp.), Croakers (Pennahia sp.), Scads (Seraloides sp.) und Ponyfische (Secutor sp.).

Auf die gefangenen und in Kisten gelagerten Fische wurde 1 % unseres FISHFORM PLUS gegeben (Abb. 2) bevor sie mit ca. 10 % Schuppeneis bedeckt und im Schiffsrumpf gelagert wurden (Prozentangaben beziehen sich auf Frischmasse). Dadurch konnte eine signifikante (P < 0.05) Frischegehaltsverlängerung des Beifanges erreicht werden, gemessen in vollständig sich verflüchtigendem Stickstoff (TVBN*) von 93.24 mg / 100 g für mit FISHFORM PLUS behandeltem Beifang und daraus gewonnenem Fischmehl (216.25 mg / 100 g) im Vergleich zu 142,90 mg / 100 g und 345,97 mg / 100 g von nicht mit FISHFORM PLUS behandeltem Beifang.

Überdies war die Trockenmasse des gewonnenen Fischmehls von mit FISHFORM PLUS behandeltem Rohmaterial um 4 – 6 % höher als jenes von nicht behandeltem Beifang, so dass neben der ohnehin verbesserten Fischmehlqualität allein schon durch den Einsatz von FISHFORM PLUS ein höherer Fischmehlertrag erzielt wurde.

Desweiteren blieb der sonst übliche warm-süßliche Geruch des unter tropischen Bedingungen schnell verwesenden Beifanges aus und die Fische selbst in besserer Konsistenz (Abb. 3a) im Vergleich zu unbehandeltem Beifang (Abb. 3b), was das Verarbeiten des Beifanges an Bord und in der Fischmehlfabrik stark erleichterte.

Somit ist FISHFORM PLUS als ein überzeugendes Produkt zur Frischegehaltsverlängerung des Beifanges zu betrachten, das zu einer qualitativen und quantitativen Verbesserung der Fischmehlproduktion beiträgt (Abb. 4) und daher in tropischen Fischereigewässern großflächige Anwendung finden sollte.

 

Kurz – mit FISHFORM PLUS behandelter Beifang führt zu:

 > Signifikanter Frischegehaltsverlängerung von gefangenen Fisch

> Höherem Fischmehlertrag und

> Besserer Fischmehlqualität


Frischer Fisch für hochwertiges Fischmehl

Fische

Hier ein neuer Artikel unserer beiden Mitarbeiter Dr. Christian Lückstädt und Dr. Kai Kühlmann über unser Produkt FISHFORM, das in aktuellen Tests den hohen Effekt von FISHFORM auf die Qualität von Fischen bei Lagerung unter tropischen Bedingungen belegt.

"Nahezu ein Drittel des Welt-Fischereiertrages wird nicht direkt für die menschliche Ernährung verwendet, sondern wird zu Fischmehl oder Fischöl für den Einsatz in Tierfutter weiterverarbeitet. Es handelt sich dabei um ca. 25 Mio. Tonnen Fisch, der jährlich auf diese Weise verarbeitet wird (Balios 2003). Die Bereitstellung derartig großer Mengen ist notwendig, um die sich schnell entwickelnde Aquakultur mit hochwertigem Fischmehl zu versorgen, welche seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts mit durchschnittlich 8,8 % pro Jahr gewachsen ist (FAO 2007). Es ist daher nicht verwunderlich, dass diverse Studien davon ausgehen, dass der Anteil an hochwertigem Fischmehl in den kommenden 30 Jahren im Verhältnis zu konventionellem Fischmehl von 8 % auf ca. 50 % steigen wird (Hydro Norway 2000). Konservierung von Fisch oder Fischabfällen mit Säuren zur Herstellung von Fisch-Silagen hat in Nordeuropa eine weite Verbreitung (Lückstädt 2007) und deren Anwendung in Fischfutter ist bereits seit mehreren Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht (Gildbert & Raa 1977, Åsgård & Austreng 1981). Es ist hier ebenfalls eine weitverbreitete Praxis, den zur Fischmehlproduktion vorgesehenen Fisch, oder dessen Beiprodukte, mit organischen Säuren zu konservieren, um die Fangzeiten oder die Lagerung dieser frischen Fische zu verlängern......."

hier finden Sie den kompletten Artikel als pdf.


Mindanao – ein neuer Ansatz für die Produktion von hochwertigem Fischmehl

Thunfisch Verarbeitung

Abfallprodukte aus der Thunfisch-Verarbeitung wie auch in der Sardinen-Fischerei sind in Mindanao (südliche Philippinen) das wichtigste Rohmaterial zur Herstellung von Fischmehl, was wiederum einen wichtigen Proteinträger in der Tierfutterproduktion darstellt. Der Frischhaltung der Rohmaterialien zur Fischmehlproduktion wird zwar Bedeutung beigemessen - muss doch ein Mindestmass an Qualität gegeben sein- jedoch wird diese seit Generationen bis zum heutigen Tag weitgehend unverändert durch energie- und damit kostenintensive Kühlung erzielt.

Im Fall der Fischerei auf Grossthune werden hier die unversehrten Fische (‚whole round fish’) einschließlich der ‚Gedärme’, Köpfe und andere minderwertige Körperteile bei ca. - 20 °C gefrostet, ein Prozess, der angesichts der weltweit immer weiter steigenden Energiepreise zunehmend hinterfragt werden muss.


Sardinen in der Dosenproduktion

Umdenken ist gefragt, vor allem vor dem Hintergrund, dass die genannten Innereien etc. (ca. 40% der Fischlebendmasse) nicht einer intensiven Frostung bedürfen, da sie im Land zu Fischmehl verarbeitet werden, somit also nicht den strengen Lagerungs-Auflagen der Hochpreis-Produkte des Food-Sektors unterliegen. Durch eine geringfügige Modifizierung des Post-Harvest-Prozesses lässt sich nach Einschätzung von ADDCON ASIA wertvoller Gefrierraum einsparen, der zukünftig ausschließlich für die Frostung von ‚Prime-Cuts’ genutzt werden soll. Die Frischhaltung des Abfallanteils kann durch die Zugabe von FISHFORM PLUS sichergestellt werden. Dies belegen vor kurzem in Thailand und auf den Philippinen durchgeführte Versuche zur Konservierung von Frischfisch mit FISCHFORM PLUS. In der Bilanz werden durch diese fortschrittliche Konservierung längere Fangfahrten ermöglicht, was eine deutliche Einsparung von Treibstoff bedeutet. Ebenso eröffnet sich in der Region um Zamboanga City, der Hochburg der philippinischen Sardinen-Konservenindustrie ein Markt für den Einsatz von FISCHFORM PLUS zur Frischhaltung von Neben- und Abfallprodukten aus der Sardinenverarbeitung (Konserven-Herstellung). Sowohl aus den Rückständen der Konservenindustrie wie auch aus der periodisch auftretenden, großvolumigen Überschussfischerei wird ‚Kopf- und Schwanz-Fischmehl’ bzw. ‚Vollfisch-Fischmehl’ hergestellt, das, bedingt durch z.T. mangelnde Konservierung, sehr häufig nur mangelhafte Qualität aufweist. Aufgrund unzureichender Konservierung müssen häufig Rohmaterialien verworfen werden, da sie sich einem fortgeschrittenen Verwesungszustand befinden. Hier kann durch den Einsatz von FISCHFORM PLUS zum einen die Qualität des Fischmehls und somit auch die Tierfutter-Qualität langfristig verbessert werden, woraus sich höhere Preise für dieses wertvolle Produkt ergeben. Zum anderen können hohe Energiekosten zur Frischhaltung – die längst nicht immer den gewünschten Erfolg mit sich bringen (s. oben) - vermieden werden.

 

Anders als bei der Thunfisch-Industrie kann auf diesem Fischereisektor auf direktem Weg und ohne Modifizierung der sich den Fang anschließenden Verarbeitungsmethoden die Frischhaltung durch Einsatz von modernen Konservierungsmitteln betrieben werden. Ein weiterer Vorteil bei der Sardinen-Fischerei ist die kurze Dauer der Fangfahrt, ebenso wie die entsprechend kurzen Fahrzeiten vom Fanggrund zur Fisch-verarbeitenden Fabrik.

 

Zu beiden Industrien – Thunfisch wie auch Sardinenverarbeitung – bestehen inzwischen Kontakte, die durch Umsetzung von Versuchsergebnissen wie auch der Ergänzung durch Wirtschaftlichkeitsberechnungen zukünftig gute Absatzmärkte für FISCHFORM PLUS erwarten lassen.